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    © Schützengesellschaft        
    Kloster Tannenreis        
    Seligenporten 1902        
    e.V.        

In den Jahren 1969 bis 1971 ging es mit der SKT wieder kontinuierlich nach oben; statt zwei konnten nunmehr vier Mannschaften gemeldet werden und Rosmarie Rackl errang 1971 mit 245 (von damals 300 Ringen) den Gaumeistertitel in der Damenklasse. Die Veranstaltungen der SKT oder des Vereinswirtes waren stets gut besucht. Der Tannenhof war für die nähere Umgebung "der" Treffpunkt. Die Tanzkapelle "The Escords" hatten hier lange Zeit mit großem Erfolg aufgespielt. Bei den Fakelzügen zur Königsfeier begleitete uns jahrelang der Kemnather Spielmannszug.

1973 konnte mit sieben Mannschaften am Rundenwettkampf teilgenommen werden; zusammen mit dem Schützenverein Stauf stellte man die meisten Mannschaften im Gau.

Auch die ab 1974 mit der Freiwilligen Feuerwehr Seligenporten veranstalteten IVV-Wandertage waren immer ein großer Erfolg und eine ins Leben gerufene Fußballabteilung bestritt etliche lustige Freundschaftsspiele. 1976 zählten wir erstmals über 100 Mitglieder.

Die Vorbereitungen für die 75-Jahrfeier begannen im Frühjahr 1977 mit der Abhaltung eines Pokalschießens. Dann teilte jedoch am 10. August 1977 der Vereinswirt in einer Ausschußsitzung überraschend mit, daß er seine Gaststätte verkaufen wird. Zwar erhielten wir die vertraglich vereinbarte Ablösesumme, die SKT war jedoch wieder einmal ohne Bleibe. Freundlicherweise konnten wir bei den Hubertusschützen in Rengersricht das Rückrundenschießen beenden. So mußte unsere 75-Jahr-Feier am 0l. Oktober 1977 im Sportheim des SV Seligenporten stattfinden, an der sich 22 Schützenvereine beteiligten.

Der Vereinsausschuß beschloß nach langen Beratungen am 08. September 1977, daß ein Anbau an das SVS-Sportheim die günstigste Lösung für eine neue Schießanlage wäre und beauftragte die Vorstandschaft, darüber mit dem SVS zu verhandeln, mit dem jedoch trotz mehrmaliger Verhandlungen keine Einigung erzielt werden konnte. So wählte man Anfang November 1977 einen Bauausschuß und beauftragte Michael Rackl aus Seligenporten mit der Anfertigung eines Bauplanes. Der von ihm erstellte Plan sah ein freistehendes großzügig angelegtes Schützenhaus mit Kegelbahn vor.


Nach reiflicher Überlegung wurde dann jedoch beschlossen, die Kegelbahn vorläufig noch nicht zu bauen.

Der Bauausschuß unter Vorsitz von Otto Kost, damals 2. Schützenmeister und 3. Bürgermeister des Marktes Pyrbaum, änderte den Plan entsprechend ab und reichte ihn ein. Nach diesem Plan wurde das jetzige Schützenhaus erstellt. Otto Kost, zwischenzeitlich nun 1. Schützenmeister, hatte mit unermüdlichem Einsatz die organisatorische Bauleitung des Schützenheimbaues durchgeführt.

Die Rundenschießen 1978/79 trugen wir auf einem behelfsmäßigen Schießstand im SVS-Sportheim aus, wo wir auch alle Veranstaltungen bis zur Weihnachtsfeier 1979 abhielten.

Trotz dieser schwierigen Zeit und der geringen Möglichkeiten für den Schießsport hatten wir eine große Zahl von Jungschützen, die zudem noch einsatzfreudig die Bauarbeiten unterstützten. Letztendlich hatten sich 42 Vereinsmitglieder an den Bauarbeiten beteiligt.

Bereits ab Januar 1979 konnte das Schützenhaus teilweise genutzt werden. Bis dahin waren 8.200 Arbeitsstunden geleistet. Bei der letzten Veranstaltung im SVS-Sportheim bedankte sich der Ehrenschützenmeister Erwin Wild bei allen Helfern und Gönnern, besonders zeichnete er den 1. Schützenmeister Otto Kost und den 2. Schützenmeister Guido Belzl für ihre aufopfernde Tätigkeit aus.

Die finanzielle Belastung war enorm angewachsen und die Kredite mußten mehrmals aufgestockt werden. Die Gesamtkosten betrugen über 200.000 DM. Wir hatten damit endlich unser eigenes Heim. Mit 16 Luftgewehrständen ist dies heute noch eine der größten Anlagen im Gau.

Vom 11. bis 13. September 1981 konnte die Einweihungsfeier durchgeführt werden. Die Schirmherrschaft hatte der 1. Bürgermeister Hermann Holzammer übernommen. Nach einem Feldgottesdienst vor dem Schützenhaus nahm Pfarrer Hans-Joachim Kowollick die Einweihung vor. Am Festzug beteiligten sich über 50 Vereine. Das aufgestellte Festzelt konnte am Sonntag die Besucher kaum fassen.

Eine Pistolengruppe formierte sich 1982 und sage und schreibe 23 Jungschützen trainierten eifrig. Die 1. Mannschaft schaffte den Aufstieg in die A-Klasse. Ein seit 20 Jahren verfolgtes Ziel wurde damit erreicht.

Für den im Februar 1984 plötzlich verstorbenen Otto Kost übernahm Wolfgang Grad das Amt des 1. Schützenmeisters, welches aufgrund der noch großen finanziellen Lasten aus dem Schützenheimbau mit großer Verantwortung verbunden war. Unter der Vorstandschaft von Wolfgang Grad und der seines Nachfolgers Guido Belzl gelang es jedoch der SKT, nicht nur die bestehenden Verbindlichkeiten in wenigen Jahren abzutragen, sondern auch den Verein in sportlicher und gesellschaftlicher Sicht weiter auszubauen.

Viele neue Ideen wurden umgesetzt: nach dem Vorbild der Pyrbaumer Schützen wurde ein Sauschießen abgehalten und seit 1987 findet regelmäßig ein "Tag der offenen Tür" statt, der stets mit einer Ausstellung von Waffen und Zubehör für Sportschützen verbunden ist.

Auch der Gemeindepokal wurde erstmals gewonnen und man konnte mit Jürgen Discher in der Disziplin KK - Sportpistole wieder einmal einen Gaumeister stellen. Der Ankauf einer Wettkampfarmbrust nur auf Spendenbasis wurde vom Schützenmeister Guido Belzl organisiert; als erste Armbrustmannschaft im Gau holte man sich 1988 den Gaumeistertitel.

Ein größerer Umbau am Schützenhaus wurde 1989 durchgeführt, um räumlich auf das Gauschießen vorbereitet zu sein. Auch sportlich konnte in diesem Jahr einiges erreicht werden. Jürgen Discher wurde zweifacher Gaumeister in der Disziplinen KK-Sportpistole und Luftpistole, Helmut Fürst in der Disziplin Armbrust.

Die Ausrichtung des 49. Gauschießens, um das sich die SKT bereits im Sommer 1985 beworben hatte, ist für uns die bisher größte sportliche und organisatorische Herausforderung, die wir mit unserem ganzen Einsatz zum Erfolg bringen möchten

Gerhard Feihl
Chronist.