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    © Schützengesellschaft        
    Kloster Tannenreis        
    Seligenporten 1902        
    e.V.        

Im Oktober 1959, fast 60 Jahre nach der ersten Gründung, trug man sich wieder mit dem Gedanken, die Schützengesellschaft "Tannenreis-Seligenporten" erneut ins Leben zu rufen und die Tradition des Schießsports in unserem Ort wieder fortzusetzen.

Nach mehreren kleineren Besprechungen fand am 24. Februar 1960 im Gasthaus Pfister in Schwarzach ein entsprechendes Zusammentreffen statt. Anwesend waren die am Schießsport interessierten Herren Michael Wild, Georg Pfeiffer, Helmut Rackl, Emil Wurst, Oskar Schmidt und Karl Weinzierl aus Seligenporten, Erwin Wild und Josef Weber aus Schwarzach sowie Josef Schmidt, Michael Wild und Jakob Adam aus Rengersricht.

Sie erklärten sich bereit, einen Verein zu gründen. Zum Sprecher und Organisator wurde Herr Michael Wild aus Seligenporten bestimmt. Ab dieser Zeit kann sich der Chronist wieder auf schriftliche Unterlagen stutzen; damit beginnt auch der zweite Teil der Vereinsgeschichte.

Am 26. März 1960 war es dann soweit: im Gasthaus Schlierf in Seligenporten fand die Gründungsversammlung statt. Herr Michael Wild konnte unter der großen Besucherzahl auch noch zwei Gründungsmitglieder des ersten Vereins begrüßen. Dann trugen sich 25 Männer in die Mitgliedsliste ein. Die anschließende Vorstandswahl brachte folgendes Ergebnis:

• 1. Schützenmeister: Herr Erwin Wild, Schwarzach
• 2. Schützenmeister: Herr Georg Pfeiffer, Seligenporten
• Schriftführer: Herr Josef Schmidt, Rengersricht
• Kassenverwalter: Herr Jakob Adam, Rengersricht
• Kassierer: Herr Hans Diebold, Seligenporten
• Beisitzer: Herr Fürst, Schwarzach und
• Herr Wilhelm Silberhorn, Rengersricht

Die Versammlung beschloß die Fortführung des alten Vereins, jedoch mit dem Zusatz "Kloster" im Vereinsnamen, der auf das zwischenzeitlich wieder besiedelte Zisterzienserkloster hinweisen sollte. Bereits für den 3. April wurde ein Preisschießen angesetzt, an dem sich 28 Schützen beteiligten. Geschossen wurde noch im Stall Schlierf, wo jeden Samstag fleißig geübt wurde.

Das erste vereinseigene Gewehr stiftete Michael Wild aus Seligenporten Anfang April. An der 9. Gaumeisterschaft am 26. April 1960 in Pfeifferhütte beteiligte man sich mit 10 Schützen. Bei einem Rehbockessen am 30. August 1960 konnte bereits das 50. Mitglied begrüßt werden.

Unvergessen war für den ganzen Ort die erste Aufführung eines Theaters durch die Schützen; das Stück , "Vergib uns unsere Schuld" wurde zweimal in Seligenporten und einmal in Ebenried mit großem Erfolg aufgeführt.

Im Saal des Vereinswirtes Schlierf konnten nun Zugstände aufgestellt werden, und im Januar 1961 wurde von der Schützengesellschaft wiederum ein Pokalschießen veranstaltet, an dem sich Vereine aus Allersberg, Ebenried, Freystadt, Meckenhausen, Pavelsbach und Pfeifferhütte beteiligten. In diesem Jahr wurden noch weitere Gewehre gestiftet, und zwar von der Betz-Brauerei Freystadt und vom Gründungsmitglied Michael Wild aus Rengersricht.

Da in Seligenporten nur der Schlierf - Saal für größere Veranstaltungen vorhanden war, konnte es nicht ausbleiben, daß mit dem größten Ortsverein, dem Spielverein Seligenporten, etliche Probleme auftraten, die jedoch nach längerem hin und her gelöst werden konnten.

An der Weihnachtsfeier erschien zum ersten Mal der Nikolaus und sagte den Schützen, was gut und weniger gut im abgelaufenen Jahr gewesen ist; diese Tradition wird auch noch heute - 30 Jahre später - beibehalten. Am 4. Februar 1962 wurde eine Fahne bestellt, obwohl der Kassenstand noch nicht groß genug war. Die Fahne traf am 2. Juni 1962 ein und alle waren von der Gestaltung und Ausführung begeistert. Michael Wild aus Seligenporten hatte zwischenzeitlich den Text für unser Schützenlied geschrieben.

Am Pfingstsonntag, den 10. Juni 1962, fand die Fahnenweihe, verbunden mit einer 60 -jährigen Erinnerungsfeier statt. Den Festlichkeiten ging vom 12. Mai bis 3. Juni 1962 ein Jubiläumsschießen voraus, an dem sich 25 Schützenvereine beteiligten.

Luitpold Kerl, damals stellvertretender Landrat des Landkreises Neumarkt i.d.OPf., der Schirmherr dieser Erinnerungsfeier mit Fahnenweihe, schrieb im Geleitwort: "Es ist wohl ein beredtes Zeichen echter Kameradschaft, sich derer in Dankbarkeit zu erinnern, die vor 60 Jahren den Grundstein legten, auf dem der nun neu entstandene Verein wieder aufgebaut wurde". In der Klosterkirche wurde vom Abt des Klosters, H.H. Alberich Gerards, die Fahne in einem feierlichen Pontifikalamt geweiht. Der neu gegründete Männerchor sang die Liturgie.

Der Schützenverein "Eichenlaub" aus Pavelsbach hatte die Patenschaft übernommen. Fahnenbraut war Resi Karl mit dem Fahnenjungfrauen Ilse Forster und Roswitha Behringer. Der ganze "Plan" war Festplatz und konnte die Menschenmenge kaum fassen. Die Kapelle Sturm spielte bei herrlichem Wetter bis weit nach Mitternacht auf.

Nach der Kriegerdenkmaleinweihung war dies die größte Veranstaltung in unserer Gemeinde nach Kriegsende.

Überlegungen, ein eigenes Vereinsheim zu bauen, führten den Verein Ende 1965 in eine schwere Krise. Bei der Gaumeisterschaft 1966 wurde die Jugendmannschaft mit Peter Lindner, Hans Pfeiffer, Richard Wild und Willibald Rupp Gaumeister. Zur Jahreswende 1966 gelang es dem Schützenmeister Michael Wild in Zusammenarbeit mit Schützenkönig Robert Rackl, eine Damenmannschaft in der SKT zu gründen.

Am 30. April 1967 wurde dann mit der Familie Weinzierl ein Vertrag über den gemeinsamen Bau eines Schützenlokals abgeschlossen. In den Kellerräumen soll eine neue Schießanlage eingerichtet werden.

Am 3. Juni kam bei der Preisverleihung eines im Frühjahr 1967 durchgeführten Pokalschießens mit zwölf Vereinen für die SKT ein schwerer Schlag: der Vereinswirt kündigte fristlos die Nutzung des Saales als Schießstätte.

Bis zur Genehmigung des Bauvorhabens wurde unter der Leitung von Robert Rackl im Garten des Herrn Weinzierls in Seligenporten eine provisorische Schießstätte aus Holz errichtet. Der damalige Schützenmeister Franz Schart hatte zahlreiche Probleme zu losen, um die Baugenehmigung für das geplante Gebäude zu erhalten.

Der Bau der Gaststätte Weinzierl wurde im April 1968 fertiggestellt, wobei dann die SKT die Kellerräume für die Schießanlage zur Verfügung gestellt bekam; außer dem Bauherrn Weinzierl wurden die meisten Arbeitsstunden von Robert und Helmut Rackl, Erwin Wild und Hans Diebold geleistet. Mit neun Zugständen war dies zur damaligen Zeit eine der schönsten Schießanlagen im Gau.